Bibliothek des Widerstands Band 05: Rebels with a Cause

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ISBN: 978-3-942281-74-4

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Erschienen Juni 2010
120 Seiten

Die „Students for a Democratic Society“ (SDS) waren das US-amerikanische Gegenstück zum deutschen SDS. 1962 gegründet, engagierten sich die SDS in den ersten Jahren vor allem in der Bürgerrechtsbewegung der Südstaaten, bevor sich die Organisation im Protest gegen den Vietnamkrieg zunehmend radikalisierte und zur führenden Organisation der Neuen Linken in den USA wurde.

Die SDS waren die bei weitem größte und einflussreichste Studierendenorganisation der Sechziger Jahre. Im Jahre 1968 hatten die SDS mehr als Hunderttausend Mitglieder, organisiert in Vierhundert regionalen Gruppen. Zwar kritisierte die Organisation in ihrer 1962 verfassten Port-Huron-Erklärung das US-amerikanische Establishment – links, geschweige denn linksradikal waren die SDS anfangs keineswegs.Innerhalb weniger Jahre jedoch verwandelte sich der linksliberale Studierendenbund in eine radikale Kampforganisation. Statt akademischer Kritik an der „formierten Gesellschaft“ propagierten die SDS nun den Widerstand gegen die Klassengesellschaft der USA. Statt „Frieden für Vietnam“ skandierten die SDSler jetzt „Tragt den Krieg des amerikanischen Imperiums in die amerikanischen Metropolen“ – „Let‘s bring the war home“. In den Metropolen der Ostküste sowie in Berkeley organisierten sich zudem SDS-Stadtteilgruppen zu MieterInnenproblemen und Tarifkonflikten – eine wirkliche Verankerung im Proletariat gelang  jedoch nicht. 1970 spalteten sich die SDS in verschiedene Gruppen – in die Progressive Labour Party, das Revolutionary Youth Movement I und II und in die Weathermen. 2006 gründeten sich die SDS neu und knüpfen seitdem an die Organisationsziele der frühen Sechziger Jahre an -vor allem in der Hochschulpolitik und in der Antikriegsbewegung.

Eine gründliche Darstellung und Analyse der Geschichte der SDS von Florian Butollo und Auszüge aus der nicht nur für die SDS prägenden Port Huron Erklärung – in diesem fünften Band der Bibliothek des Widerstands.


Auch dieses LAIKA-Mediabook endet nicht mit der letzten Seite: Wie in allen Bänden der Bibliothek des Widerstands erwartet Sie im hinteren Innendeckel eine filmische Ergänzung zum Buchtext.

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